Sonntag, 25. März 2012

Sonntag

Auf dem Blumenmarkt habe ich mir gestern noch etwas kleines feines gekauft: taiwanesischen Basilikum. Der ist nicht nur anders als unser europäischer Basilikum, nein, der ist auch ganz ganz wichtig. Denn für das Rezept für Three Cup Chicken braucht man dieses Gewürz. Und nachdem ich auf dem Markt erfolglos danach fragte und danach von Leo erfuhr, dass man diesen Basilikum eigentlich nicht kauft, sondern einfach hat, musste ich ihn mir eben holen. Jetzt hab ich ihn auch. Jetzt kann das Hühnchen kommen. Übrigens hat mein Basilikum auch schon einen Namen: Boris.


Sebastian und die Technik, unzertrennlich.

Die letzten beiden Bilder waren zwar noch von gestern Abend, aber hier ein Bild von unserem fast alltäglichen Frühstück: Mantou!


Endlich gibts mal wieder Jiaozi! Jaaaaaaaaaaaa....

 Und dann ging es ab in einen Park am anderen Ende von Taipei, irgendwo am anderen Ufer des großen Flusses. Und da gab es doch tatsächlich einen Hundeauslaufplatz. Eingezäunt. Man kann sich das also ein bisschen wie ein Streichelzoogehege vorstellen, nur dass statt Schafen und Ziegen, Hunde und Menschen drin sind.



Generell war der Park sehr gut besucht. Überall Menschen. Das lag vielleicht auch an dem wirklich schönen Wetter heute.


Mit den Caches lernen wir immer neue Parks kennen. Und mit den neuen Parks gibt es auch neue Verbote. Sehr lustig. Man beachte den überdimensionalen Baseball. Immerhin ist hier das Wäscheaufhängen nicht verboten.


Der Park ist auch wieder ein Memorialpark. Diesmal 823. Leider hab ich mich noch nicht schlau gemacht, was am 23. August passiert ist.


Die Bäume sehen auf jeden Fall immer sehr lustig aus. Wie kleine Zottelmonster.


Schön, dass alles so bildlich gemacht wird.


Um mal wieder ein bisschen den kleinen Nerd in mi herauszulassen: Die spielen da auf einem halben Konfluenzpunkt Basketball.


Und dieses Viertel hier war höchst interessant. Es war eine Art Platz umzingelt von unzähligen Geschäften und Restaurants, die ALLE geschlossen waren. Ausnahmslos. Und ich musste so dringend auf Klo.


Fazit: Ein bisschen planlos, aber irgendwie doch lustig.

Neue Kamera und neue Tastatur und immer noch volles Programm

Und hier nun der perfekte Gegenbeitrag zum letzten Blogeintrag. Denn ich habe eine nigelnagelneue Kamer. Die sieht aber fast genauso aus wie meine alte, weil es nämlich die kleine neue Schwester ist. Sozusagen die Weiterentwicklung. Und das allererste Foto, dass ich mit meinem neuen Schatz geschossen habe ist das folgende. Da sieht man auch den Verkäufer, der sogar dafür gesorgt hat, dass ich noch einen 400$ Gutschein geschenkt bekam, den wir nach Abholung meiner Kamera gleich noch einlösten.


Unter Anderem kauften wir auch wieder einmal eine Ananas, denn zur Zeit sind die richtig günstig und auch richtig lecker. Das Foto war teil des Rumprobierens mit meiner Kamera.


Am Samstag hatte ich eine Testprüfung des Test of Chinese as a Foreign Language (TOCFL) und danach traf ich mich mit Sebastian, um ein bisschen Spaziercachen zu gehen. Da das Wetter nicht so grandios war und ich auch schon nach kurzer Zeit nasse Füße hatte, wollten wir eigentlich nur ein bisschen laufen. Und so beschlossen wir, auf den Wochenendblumenmarkt bei Daan.


Der Markt war ziemlich lustig und es gab neben der langen Halle für den Blumenmarkt auch noch einen Jademarkt und einen Artists Corner. Gerade der Jademarkt war sehr speziell und ich glaube, wenn man weiß, was man will, kann man dort schön viel Geld lassen. Dort fand ich auch endlich einmal so ein Stück Bambus, das ich schon seit Ewigkeiten für meinen Tee suche. Es kostete 30.800$. Das war mir dann doch ein bisschen viel für ein Stück Bambus, das ich lediglich dazu brauche, um den Tee vor dem in die Kanne geben noch einmal nett zu präsentieren.


Dann gab es ersteinmal lecker Mittag und Sebastian kam in den Genuss seines ersten taiwanesischen Schnitzels. Er verliebte sich sofort.


Normalerweise schlägt mir Sebastian kein Getränkevorschlag ab, aber Orangensaft fand er dann doch irgendwie langweilig. Ich bestellte trotzdem einen Becher, da ich schon mit Laura eine lustige Erfahrung gemacht hatte. Nämlich, dass wir den Geschmack von frisch gepressten Orangensaft so vergessen haben, dass er neben den vielen exotischen Früchten völlig untergeht. Wenn man ihn dann aber doch mal wieder probiert, merkt man wie toll frisch gepresster Orangensaft eigentlich ist. Es hat funktioniert.


Aber da das Wetter selbst nach einigen Caches immer noch nicht besser werden wollte und uns etwas kalt war, musste ein wärmender Bubbletea bei unserer Lieblingskette für den klassischen Milchtee her.


Und danach ging es zum Chiang Kai-Shek Memorial Hall. Dort war ich zwar mit Laura schon gewesen, allerdings waren wir gar nicht drin gewesen. Und das wurde nachgeholt.


Tourifoto. Spezialität von Sebastian. Ich finde, er kann das richtig gut, so touristisch zu posen.


Aber eigentlich war der Besuch der Memorial Hall jetzt nicht so spannend, BIS Sebastian das Stempelheftchen entdeckte. Damit bekam der ganze Besuch eine ganz neue Bedeutung. Und das Leben machte so viel mehr Spaß.


Was aber auch noch interessant an der Memorial Hall war, waren diverse Souvenirartikel. Eines meiner Lieblingsdinge war ja wirklich dieses T-Shirt. Bevor ich Taiwan verlasse, muss ich so ein T-Shirt haben. Und auch eine Flagge. Denn endlich endlich habe ich den Ort gefunden, wo es taiwanesische Flaggen zu kaufen gibt.


Ansonsten ist das Gelände des Memorials auch sehr fotogen. Und meine neue Kamera macht tolle Fotos.


Hier haben wir übrigens mal den Herren, dem die Memorial Hall gewidmet ist, dem lächelndem Diktator, der überall in Taiwan herumsitzt oder steht, wenn es nicht Sun Yat-sen ist.


Der Platz der Freiheit.


Nachdem wir unseren Cache im Garten der Memorial Hall gefunden hatten, beschlossen wir noch ein bisschen die Fische zu füttern. Allerdings fanden wir es viel lustiger die Schildkröten dadurch durcheinander zu bringen, dass wir das Futter in ihre Richtung warfen und darauf warteten, dass sich die dicken blauen Kois draufwerfen.


Ein kleiner Junge, der ebenfalls auf der Brücke mit seinem Vater die Fische fütterte, fand auch schnell heraus, dass Spatzen und Tauben auch Fischfutter mögen.


Und das gab mir die Möglichkeit den Zoom meiner Kamera zu testen.


Das Eingangstor zum Platz der Freiheit.


Fazit: Aus einem kleinen Spaziergang wurde eine 7-stündige Cachingtour.

Mittwoch, 21. März 2012

Kamera kaputt Tastatur kaputt und viel zu tun

Ja, irgendwie verschwört sich meine Technik so langsam gegen mich. Zuerst konnte ich kein Fragezeichen mehr schreiben und seit vorgestern will auch das B und das N nicht mehr. Also, habe ich mir jetzt eine neue echt taiwanesische Tastaur mit ganz vielen lustigen Zeichen gekauft. Leider kann ich die ganzen verschiedenen Zeichensysteme noch nicht alle bedienen, aber hoffentlich kommt das noch mit der Zeit. Und als wenn das nicht schon genug wäre, dass sich mein Freddie (mein Netbook) gegen mich verschwört, nein, auch meine Kamera hat den Geist aufgegeben. Das ist eigentlich noch viel schlimmer als keine Bs und Ns schreiben zu können. Denn zum Einen habe ich dadurch kaum etwas zum Bloggen, zum Anderen habe ich Gedächtnislücken, weil mir Bilder sehr helfen mir zu merken, was ich so gemacht habe. Zum Glück hat Sebastian eine Kamera in seinem Handy, auch wenn die jetzt nicht die beste ist. Aber gute Neuigkeiten: wir haben heut eine Kamera gefunden, die ich mir höchstwahrscheinlich morgen kaufen werde. Damit ich endlich wieder schöne viele Bilder machen kann. 

Hier ein paar Bilder vom Wochenende und dem Anfang der Woche. Am Sonntag haben wir eine wundervolle Wanderung mit Leo auf dem Huang Di Trail unternommen.


Ursprünglich wollten wir zu sechst wandern. Aber wie das in Taiwan nun mal ist, sagten alle anderen ab und nur der eiserne Kern blieb erhalten. Aber im Nachhinein war das wahrscheinlich gar nicht so schlecht. Denn der Weg, der für 4 Stunden ausgelegt war, liefen wir in 2,5 Stunden.


Zwar verliefen wir uns am Anfang ein bisschen, weil der Eingang zum eigentlichen Wanderweg gar nicht so leicht zu finden war, aber das gab sich dann.


Hier sieht man uns mal in voller taiwanesischer Wandermontur: Handtuch und Handschuhe. Die Handschuhe erwiesen sich später noch als sehr hilfreich, weil wir ganz schön viele Seile zum Klettern anfassen mussten.


Und hier sieht man auch mal den Grund für die Seile: Wir liefen eine ganze Weile auf dem Kamm entlang und teilweise gab es nur wenig oder kaum Möglichkeiten, sich irgendwo festhalten zu können. Die Aussicht war wirklich sehr schön, nur etwas wolkig, da es am Mittag noch regnen wollte.


Man merkte auch so richtig, wie Leo in der Natur aufblühte und er erklärte uns, dass seine Freunde ihn beim Wandern Turboleo genannt wird. Wir lernten schnell, wieso das der Fall war.


Die Handtücher, die wir später in Kopftücher umfunktionierten sind übrigens vom Festival in Kaohsiung, nur war es dort nicht heiß genug, um sie so richtig benutzen zu können.


Jaaaaaaaaaaa....Pärchenegoshoots. Sind wir nicht süß?


Und hier ganz exklusiv: Ein Foto von meinem Deutschtutorium für meine Zweitsemester.


Am Montagabend gab es auf dem Campus anlässlich des Geburtstags der Uni eine taiwanesische Oper zu sehen. Das war wirklich sehr interessant und schön, nur etwas schade, dass wir kaum etwas verstanden haben.


Das Foto ist ein Auftragsfoto gewesen, um zu zeigen, wie viel coole Grünteepflegeprodukte es so im Watson gibt.


Und gestern entdeckten wir bei einer kleinen schönen Cachingtour diesen Zebrapopo.


Heute Abend gingen wir auf den Jingmei Nachtmarkt, der nicht so weit entfernt ist und wirklich klein und süß und so richtig einheimisch ist. Dort gab es für Sebastian das erste Mal Stinketofu. Er fand es ganz ok.


Und dann probierten wir noch einen taiwanesischen Wrap, der allerdings aufgrund des vielen Erdnusspulvers doch ganz schön süß war.


Fazit: Ohne meine Kamera ist alles so leicht vergänglich